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„Wir vom Arbeitskreis Heimatpflege freuen uns, heute ein Feldkreuz, das
auch an unsere Vorfahren erinnert, wieder in neuem Glanz übergeben zu können“, sagte Erhard
Sommer, Vorsitzender des Arbeitskreises Heimatpflege. Am Freitagabend erhielt das
„Zintlkreuz“, an der Mühlenstraße gelegen, den kirchlichen Segen, den Stadtpfarrer Anton
Witt spendete.
Werner Männer hieß zuvor die vielen Besucher kommen, die teils zu Fuß
oder per Fahrrad in die Flur gekommen waren. Das Feldkreuz ist heute im Besitz von
Zoiglwirt Thomas Hartwich-Seitz, der dem Arbeitskreis den Auftrag für die Sanierung des
Feldkreuzes gab, dessen Ursprünge bis 1892 zurückgehen. Männer wusste, dies ist bereits das
16. Feldkreuz im Stadtgebiet, das der Arbeitskreis Heimatpflege saniert hat. Einige weitere
Feldkreuze stehen vor der Sanierung. Alle Arbeiten wurden vom Arbeitskreis Heimatpflege
unentgeltlich ausgeführt.
Erhard Sommer erzählte einiges zur Geschichte des Feldkreuzes, einem
stummen Zeugen, der an die Geschichte der Vorfahren erinnert. „Das Feldkreuz gehört
eindeutig zur Angergasse 1“, sagte Sommer. Besitzer 1892 war ein Michael Zeus, der jedoch
1906 verstarb. Zeus war der Urgroßvater des leider schon verstorbenen Zoiglwirtes und
Skiweltmeisters „Jose“ Josef Hartwich. Sommer dankte Thomas Seitz-Hartwich, dass er sich
der Pflege dieses Feldkreuzes annimmt und nannte dies nicht selbstverständlich. Freilich,
aus welchem Anlass dieses Feldkreuz errichtet wurde, war nicht mehr in Erfahrung zu
bringen. Der Name „Zintlkreuz“ kommt vom Hausnamen, der damals „Zintl“ hieß. Sommer wusste,
dass der Hausname „Zintl“ im Anger, dem ältesten Stadtteil der Stadt, gebräuchlich ist.
Ausdrücklich dankte Sommer dem früheren 2. Bürgermeister Alfred
Grillmeier, der federführend an der praktischen Instandsetzung des Feldkreuzes beteiligt
war. Für die Farbe zuständig war Karl Koller, die Abstrahlarbeiten erledigte Gottfried Ott.
Dank galt der Firma Schaumberger für die gewährte maschinelle Unterstützung. Für die
Grundierung und Vergoldung des Korpus war Restaurator Matthias Krämer zuständig. Für das
äußere Umfeld sorgte der Bauhof.
Erhard Sommer wünschte sich, dass die jetzt gepflegte Kreuzesanlage so
bleibt und nicht wieder vermüllt. Die Ruhebank vor dem Feldkreuz lädt Wanderer und
Spaziergänger zum Innehalten und zum Gebet ein. Sommer überbrachte den Dank des
verhinderten Bürgermeisters Roland Grillmeier, der allen Beteiligten für ihr gelungenes
Werk dankte. Anschließend segnete Stadtpfarrer Anton Witt das sanierte Feldkreuz und lud
zum Gebet ein. Der weltliche Teil der Feier fand seine Fortsetzung im Hof von Zoiglwirt
Thomas Seitz-Hartwich.
Bild und Text: Josef Rosner
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