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Die Dokumentation der Mitterteicher Zoiglgeschichte durch den
Arbeitskreis Heimatpflege hat die Autoren auch auf die Spur der zahlreichen Bierkeller in
der Stadt gebracht. Durch diese Vielzahl an unterirdischen Lagermöglichkeiten kam man auf
die Idee, sie möglichst alle zu erfassen, so weit wie möglich zu vermessen und zu
kartieren. Einige Keller, welche sich schon im Besitz der Stadt befinden, sollten eventuell
für öffentliche Veranstaltungen genutzt werden. Schon beim Bürgerfest hatte der
Arbeitskreis zu Kellerbesichtigungen eingeladen. Das Interesse war riesig und die Resonanz
der Besucher nur positiv. Vor allem die Erklärungen durch Matthias Krämer fanden große
Aufmerksamkeit.
Wie nun der Arbeitskreis weiter vorgehen kann, das erfuhren einige
Mitglieder vor kurzem von einem Fachmann vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in
München. Restaurator Matthias Krämer, der sich beruflich unter anderem mit Bauforschungen
und Befunduntersuchungen befasst, hatte dazu Bernhard Häck von der Denkmalerforschung und
Denkmalerfassung aus München eingeladen. Mehrere Mitterteicher hatten von sich angeboten,
dass ihre Keller besucht werden dürfen. Zusammen mit dem Denkmalpfleger gingen die beiden
Vorsitzenden des Arbeitskreises, Erhard Sommer und Werner Männer, unterstützt von
Baufachmann Hermann Laumer und Sebastian Müller, auf unterirdische Entdeckungsreise in
Mitterteich. Da staunte dann selbst der Fachmann aus München, was Mitterteich zu bieten
hat. Vor allem ein Keller faszinierte besonders, da er dreistöckig unterirdisch angelegt
war. Alle besuchten Keller sind in einwandfreien Zustand. Sie werden von den Besitzern auch
genutzt, leider nur in Einzelfällen für Zoiglherstellung und -lagerung.
Der Denkmalpfleger gab Tipps und viele Ratschläge wie die Pläne für die
Dokumentation zu den Kellern anzulegen sind, da die üblichen Pläne der Architekten nicht
hilfreich sind. Der Idealfall wäre ein verformungsgerechtes Aufmaß für jeden Keller, da in
einem solchen jedes auch noch so kleine Detail verzeichnet ist. Vor allem wenn es um
Sanierung gehe, so der Denkmalpfleger, könnten auch verschiedene Zuschussmöglichkeiten
ausgeschöpft werden. Ferner brachte er einige Ideen ein, wie diese Keller sowohl allgemein
als auch touristisch genutzt werden könnten.
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Das Foto zeigt bei der Besprechung im Biergarten der Familie Weiß (von
links): Sebastian Müller, Hermann Laumer, Erhard Sommer, Denkmalpfleger Bernhard Häck,
Werner Männer und Restaurator Matthias Krämer



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