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Überwältigt zeigte sich Bürgermeister Roland Grillmeier von der großen
Besucherzahl, die am Freitagabend zur Weihe des sanierten Feldkreuzes, bei der
Schrebergartenanlage in der Konnersreuther Straße, gekommen waren. Stadtpfarrer Siegfried
Richter erteilte den kirchlichen Segen.
Vor dem Weiheakt stellte 3. Bürgermeister und Vorstandssprecher des
Arbeitskreises Heimatpflege, Erhard Sommer, das sanierte Feldkreuz und die geschichtlichen
Zusammenhänge vor. "Gut Ding braucht Weile", sagte er, fast zwei Jahre hatte der
Arbeitskreis Heimatpflege für die Fertigstellung des sanierten Kreuzes gebraucht. Das
Feldkreuz war früher auch Anlaufpunkt bei der Flurprozession am Pfingstmontag, sagte
Sommer.
In den vergangenen Jahrzehnten hatte das Kreuz vor allem Josef Santl
gepflegt und die Anlage in Schuss gehalten. Vor zwei Jahren musste das Kreuz wegen des
Ausbaus des Rad- und Fußweges versetzt werden. Das Kreuz musste damals abgebaut werden, es
war in sieben Einzelteile zerbrochen. Alfred Grillmeier blieb es vorbehalten, das Kreuz
wieder zusammenzufügen. "Glück hatten wir", so Sommer, "dass unsere Stadt einen
Kirchenmaler beherbergt". Matthias Krämer hätte das Feldkreuz, in mühevoller Kleinarbeit
wieder restauriert und in neuem Glanz erstrahlen lassen.
Stilles Verweilen
"In Freude und Dankbarkeit, so Sommer, sehen wir nun das restaurierte
Feldkreuz." Sommer sah in jedem Kreuz auch ein Zeichen der Erlösung. Eine aufgestellte
Ruhebank lädt im Bereich des Feldkreuzes nun zum stillen Verweilen und zum Gebet ein.
Sommer erwähnte, dass sich Mitterteich langsam mit seinen Feldkreuzen in Richtung
Konnersreuth bewege. Schon 300 Meter weiter soll ein weiteres Feldkreuz saniert werden,
dessen Fertigstellung noch für heuer vorgesehen ist. "Wir sind auf dem Weg zur
Seligsprechung zur Konnersreuther Resl", sagte Sommer. Stadtpfarrer Siegfried Richter
segnete das sanierte Feldkreuz im Rahmen einer Maiandacht und betonte, dass dieses
Feldkreuz schon immer auf dem Weg der Gläubigen von Pechofen zur Stadtpfarrkirche war.
Musikalisch gestaltet wurde die Feier vom Mitterteicher Kirchenchor, unter der Leitung von
Matthias Schraml.
Bürgermeister Roland Grillmeier dankte dem Arbeitskreis Heimatpflege für
dessen Engagement um die Mitterteicher Feldkreuze, die ein Stück Geschichte und Kultur in
unserer hektischen Zeit widerspiegeln. Für die Stadt sei die Restaurierung des Feldkreuzes
ein wichtiges Ereignis, sagte Grillmeier und freute sich, dass es bereits die dritte
Feldkreuzweihe in seiner Amtszeit ist. Diese mühevolle Arbeit des Arbeitskreises
Heimatpflege sei mit Geld nicht zu bezahlen, hier gehöre sehr viel persönliches Engagement
und Liebe dazu.
Ausbau des Fußweges
Grillmeier kündigte auch den weiteren Ausbau des Fuß- und Radweges in
diesem Bereich an. "Vielleicht kommen uns die Konnersreuther entgegen, dann treffen wir uns
in der Mitte", hoffte der Bürgermeister. Ein Radweg zwischen beiden Orten wäre wohl das
Ziel. Nach dem offiziellen Weiheakt lud der Arbeitskreis Heimatpflege die Besucher, bei
herrlichem Sommerwetter, zu einem Sommerfest ein.
Text und Fotos: Josef Rosner, Privat
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