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Im Beisein zahlreicher Gläubiger erhielt das Feldkreuz bei der
Mittermühle von Stadtpfarrer Anton Witt den kirchlichen Segen. Das Marterl war in den
vergangenen zwei Jahren von Grund auf saniert worden.
Werner Männer vom Arbeitskreis Heimatpflege ging in seiner
Begrüßungsrede kurz auf die Entstehung dieser bäuerlichen Flurdenkmäler ein. Diese seien
vor allem der gläubigen und bäuerlichen Bevölkerung zu verdanken.
Symbole der Dankbarkeit
Diese Feldkreuze waren meist schon vor mehr als 100 Jahren errichtet
worden -aus Dankbarkeit wegen irgendeines Ereignisses oder auch zur Erinnerung an den
gekreuzigten Jesus Christus, sagte Männer. "Sie sollten die Menschen daran erinnern, wer
für die reiche Vielfalt auf Erden sorgt, der Schöpfer."
70 Feldkreuze
Alleine rund um Mitterteich gebe es mehr als 70 solcher Feldkreuze,
informierte Männer weiter. An denen ging man früher kaum vorbei, ohne den Hut vor den
Gekreuzigten zu ziehen, ein Kreuzzeichen zu schlagen oder ein "Gelobt sei Jesus Christus"
zum murmeln.
In fürchterlichem Zustand
Viele dieser Flurdenkmäler seien in einem fürchterlichen Zustand, wie
auch vor der Restaurierung dieses an der Mittermühle. Das Marterl sei aber immer wieder von
Spaziergängern geschmückt worden. Sogar ein behelfsmäßiges Kreuz sei angebracht worden.
Den Arbeitskreis Heimatpflege, so Männer, habe es bewogen, diesen
traurigen Zustand zu beenden und dem Flurdenkmal ein neues Aussehen zu geben. Jetzt nach
zweijähriger Arbeit sei das Kreuz wieder fertiggestellt. Männer dankte allen Helfern und
Spendern, viele davon wollten jedoch nicht genannt werden.
Sein Dank galt dem Katholischen Frauenbund und der Mitterteicher
Volksbank, die mit großzügigen Spenden dazu beitrugen, dass auch das Umfeld des
Flurdenkmales neu gestaltet werden konnte. Zudem sei sogar noch etwas Geld übrig, um auch
an anderen Kreuzen kleine Schönheitsreparaturen durchzuführen.
Erhard Sommer ging in seiner Rede kurz auf die Geschichte dieses
Feldkreuzes bei der Mittermühle ein, das eine bewegte Vergangenheit hinter sich habe.
Brotzeit zum Ausklang
Anschließend segnete Stadtpfarrer Anton Witt das neu sanierte Feldkreuz.
Nach der Maiandacht gab es noch ein gemütliches Beisammensein mit Bier und einer
Brotzeit.
Quelle: „Der Neue Tag” v. 31. Mai 2007 - Konrad Rosner
Bilder: Konrad Rosner, Privat
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