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Ihr Ziel erreicht haben die 13 anwesenden Schauspieler, die den
Besuchern Lust auf die Luisenburg-Festspiele machen wollten. Unter der Federführung von
Luisenburg-Intendant Michael Lerchenberg präsentierten die Schauspieler in der einstündigen
Präsentation am Montagabend, in der vollbesetzten Aula der Grundschule, Ausschnitte aus dem
diesjährigen Programm. Das Schöne, es gibt für alle Stücke noch Eintrittskarten. Übrigens
kann heuer die Luisenburg Jubiläum feiern, die Künstler-Festspiele gibt es seit genau
hundert Jahren.
„Wie jedes Jahr, auch heuer wieder, sind unsere Luisenburg-Schauspieler
in Mitterteich zu Gast“, hieß Arbeitskreis Heimatpflege-Vorsitzender Werner Männer die
Gäste aus der Festspielstadt willkommen. 2. Bürgermeister Stefan Grillmeier nannte es etwas
Besonderes, wenn solche Hochkaräter nach Mitterteich kommen. Dank zollte er Hubertus
Krämer, er stellt die Kontakte zur Festspielleitung und Intendanz her. Michael Lerchenberg
zeigte sich vom Besuch, trotz Fußball, angenehm überrascht. Zwar seien die Mehrzahl Damen,
aber dennoch zeige der Besuch, das durchaus vorhandene Interesse an den
Luisenburg-Festspielen.
Eröffnet wurde der Abend mit einem Ausschnitt aus dem Familienstück „Jim
Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Gekommen waren dazu die beiden Hauptdarsteller Simone
Bartzick als Jim Knopf und Moritz Katzmair als Lukas. Michael Lerchenberg bezeichnete das
Stück als Klassiker, das nach mehr als 15 Jahren endlich wieder auf der Luisenburg
präsentiert wird.
Weiter ging es mit Johann Wolfgang von Goethe´s „Iphigenie auf Tauris“, das Stück feiert am
18. Juli Premiere. Erst seit einer Woche laufen zu dem Stück die Proben, dessen Regie
Wolfgang M. Bauer inne hat. Lerchenberg berichtete, das Goethe ein großer Fan der
Luisenburg war, dieses sei verbürgt. Geschmack für den Klassiker machte in Mitterteich
Hauptdarstellerin Lara Joy Körner, sie spielt in dem Stück die Iphigenie.
In der kommenden Woche, am Freitag, 27. Juni, feiert das Musical „Die Comedian
Harmonists“ Premiere. Michael Lerchenberg versprach tolle Musik mit faszinierenden Sängern.
Leider konnte das Stück in Mitterteich nicht präsentiert wird, da derzeit gerade Proben
liefen. „Ich verspreche ihnen einen Ohren- und Augenschmauß“, sagte Lerchenberg.
Das diesjährige Volksstück „Glaube und Heimat“, des bekannten österreichischen Autors Karl
Schönherr, feiert am Freitag, 4. Juli Premiere. Michael Lerchenberg selber führt in dem
Stück Regie. Das Stück behandelt die Probleme in der Nachreformation, als die Menschen
zwischen protestantischen und katholischen Glauben hin- und hergerissen waren. Die Reiter
des damaligen Kaisers zwangen die Menschen zum katholischen Glauben. Der Riss wegen des
Glaubens ging oft durch ganze Familien. Eltern mussten Heim und Gut verlassen und
schlussendlich auch das Land Österreich. Ihre Kinder freilich mussten sie zurücklassen. „Es
ist wie immer, die kleinen Leute sind das Opfer der Politik“ sagte Michael Lerchenberg,
„sie müssen alles ausbaden“. Lerchenberg versprach ein Stück, das zu Herzen gehen wird.
Selbstbewusst kündigte er an, dass ein Großteil der Besucher die Vorstellung mit einer
Träne im Auge verlassen wird. „Es ist das bewegendste Stück, das in den vergangenen Jahren
auf der Luisenburg gespielt wurde“, sagte Lerchenberg. In kurzen Szenen konnten die
Besucher einen Eindruck von dem Volksstück mitnehmen.
Abschließend warb er intensiv für den Besuch der Luisenburg-Festspiele.
Der Abend in Mitterteich machte Lust dafür. Mit einem Porzellanpräsent bedankte sich der
Arbeitskreis Heimatpflege und die Stadt bei den 13 Schauspielern und Intendant Michael
Lerchenberg, ehe der Abend in der Zoiglstube Lugert ausklang.
Text: Josef Rosner, Bilder: Werner Männer, Josef
Rosner
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Die Aula in der Grundschule war voll besetzt.

Im Zoigl beim Lugert wurde es noch einmal zünftig: Hubertus Krämer und
Reinhard Rögner gaben Bekanntes und Neues aus ihrem Repertoire zum Besten.
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