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Luisenburg-Feeling gab es am Freitag zwischen Markenhemden, modischen
Jeans und aktueller Sommermode. Bereits zum sechsten Mal gastierten die
Luisenburg-Schauspieler in Mitterteich im Modehaus Zeitler und gewährten Einblicke in den
Festspielsommer - inklusive spannender Fechtszenen.
Eröffnet wurde der 90-minütige Auftritt von den Mitterteicher
Nachtwächtern. Die vier Musiker und Instrumentalisten erwiesen sich als Meister der Musik
und des hintergründigen Humors.
"Nachtwächter" dabei
Für den veranstaltenden Arbeitskreis Heimatpflege hieß Hubertus Krämer
die Schauspieler sowie Intendant Michael Lerchenberg, Dramaturg Manfred Bachmayer und
Betriebsdirektorin Martha Baumeister-Boettge willkommen. Krämer gehört selbst mit seinem
Nachtwächter-Kollegen Reinhard Rögner sowie Gertrud Hankl dem Luisenburg-Chor an. Er
betonte, dass rund 100 Schauspieler und Komparsen bei den Festspielen engagiert sind. Hinzu
kommen noch rund 60 Personen, die im Hintergrund wirken.
Intendant Michael Lerchenberg versprach den Besuchern kurze Ausschnitte
aus den diesjährigen Stücken. Den Auftakt machte das Familien- und Kinderstück "Pettersson
und Findus". Die beiden Hauptdarsteller Katrin Griesser (als Findus) und Alfred Schedl (als
Pettersson) waren mit von der Partie. Katrin Griesser gab eine kostenlose Singprobe, die
Lust auf mehr machte.
Als zweites Stück stellte Lerchenberg "Die Bernauerin" vor. Die
Hauptdarsteller Julia Eder (als Agnes Bernauer) und Heiko Ruprecht (als Herzog Albrecht)
waren mit vor Ort.
Bestes Volkstheater
"Die Bernauerin ist keine Oper, sondern großes bayerisches Volkstheater.
Sprache und Musik vermischen sich zu einer Einheit", betonte der Intendant. In dem Stück
geht es um das Schicksal der Augsburger Baderstochter, die nicht Gemahlin des jungen
Thronfolgers Albrecht bleiben durfte und aus Gründen der Staatsräson als Hexe in der Donau
ertränkt wurde.
Sänger aus der Region
Musikalisch umrahmt wird das Stück vom eigens ins Leben gerufenen
Luisenburgchor, der sich ausschließlich aus Sängerinnen und Sängern aus der Region
rekrutiert. Julia Eder und Heiko Ruprecht gaben kurze Einblicke mit einer Leseprobe.
Premiere für ist am Freitag.
Locker und flapsig ging es zu, als Karl Friedrich kurze Einblicke in die
Welt des Schauspielers gewährte. Das Schwierige sei immer der erste Satz, sagte Friedrich
und brachte dank seines komödiantischen Talents die Besucher zum Lachen. Anschließend warb
Lerchenberg für "Orff on the Rocks" im Felsenlabyrinth am Wochenende. Unter dem Motto "Der
ganze Berg dröhnt" zeigt die Schlagzeugklasse der Hofer Symphoniker ihr Können.
Hartes Training nötig
Seinen Abschluss fand der kurzweilige Abend mit einem Blick in die
Mantel- und Degenkomödie "Die drei Musketiere". Gekommen waren dazu Deutschlands bester
Fechtchoreograph Klaus Figge und Darsteller Sebastian König. Zwölf Fechtszenen sind in dem
turbulenten Stück zu sehen. Figge betonte, zu Beginn der Festspiele trainierten die Fechter
bis zu zehn Stunden täglich, hinzu kamen noch die Schauspielproben. Atemberaubend, schnell
und doch elegant präsentierten die beiden Fechter Kampfszenen.
Eindrucksvoller Abend
Bürgermeister Roland Grillmeier dankte für einen eindrucksvollen Abend:
"Wir durften Theaterluft schnuppern und echtes Luisenburg-Feeling." An die Darsteller
überreichte er Mitterteicher Jubiläumstassen, an die Damen Blumen und an Intendant Michael
Lerchenberg Bücher über die Region.
Text: Josef Rosner
Bilder: Reiner Artmann
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