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Ausbuttern zum Jahresrückblick

Ausbuttern stand zum Abschluss des Vereinsjahres des Arbeitskreises Heimatpflege auf dem Programm. Gleichzeitig zogen die Vorsitzenden Bilanz über das abgeschlossene Jahr. Sie gaben auch einen Ausblick, was im nächsten Jahr geplant ist.

Die Idee zum Ausbuttern hatte Otto Weiß. Der hatte sich ein altes Butterfass zugelegt, um frische Butter - so wie es früher in jedem Bauernhof selbstverständlich war - selbst erzeugen zu können. Gertraud Gold besorgte die Zutaten und zeigte auch den Teilnehmern, wie Ausbuttern richtig geht. Jeder hatte dann einmal Gelegenheit, am Butterfass zu drehen, damit sich der Rahm in frische Butter verwandelt. Anschließend wurde die Butter mit frischem Bauernbrot verzehrt. Auch die dadurch abgefallene Buttermilch war sehr begehrt.

Mit Bildern vom abgelaufenen Jahr erinnerte Vorsitzender Werner Männer an verschiedene Ereignisse. Zweimal war der Arbeitskreis mit dem Zoiglwagen auf Festen vertreten: beim Nordgautag in Tirschenreuth und beim Klosterjubiläum in Waldsassen. Ferner erinnerten die Bilder an die gelungene Kulturreise der Kinder, die im Ferienprogramm mit dem Mehrgenerationenhaus stattfand und vieles mehr.

Auch das Thema "Molwitz-Grab" wurde angesprochen. Seit geraumer Zeit kümmert sich niemand mehr um die Grabstätte des Künstlers. Auch von den Angehörigen war niemand anzutreffen. Da die Vertragsdauer des Grabes abgelaufen war und auch keine Grabgebühren mehr bezahlt wurden, dachte die Kirchenverwaltung an die Auflösung des Grabes. Im öffentlichen Interesse und mit Rücksprache beim Arbeitskreis Heimatpflege erklärte sich die Stadt bereit, das Grab weiter zu pflegen und zu erhalten. Die Stadt hat rechtzeitig vor Allerheiligen für die Bepflanzung gesorgt. Der Arbeitskreis wird im nächsten Jahr eine Gedenktafel für den Künstler Herbert Molwitz am Grab anbringen.

Nach diesem Rückblick wurde es zünftig. Reiner Artmann sorgte mit alten überlieferten Liedbeträgen, begleitet auf seiner Steirischen Harmonika, für gute Unterhaltung. Vater Walter Artmann begleitete ihn mit der Gitarre. Er lieferte noch einige Mundartbeiträge. Auch Vorsitzender Erhard Sommer griff zur Gitarre und brachte einen lustigen Beitrag zu diesem gemütlichen Hutzaabend.

 

Text & Bilder: Werner Männer

 

 

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